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Für die meisten Menschen ist es nicht leicht auf Kuhmilchprodukte zu verzichten. Sobald ich im Coaching empfehle darauf zu verzichten, gehen die Mundwinkel runter und es kommt direkt die Frage „Wie soll ich das bitte schaffen“? Es betrifft den Kaffee, das Frühstück, den Käse, Soßen, Pizza (ja auch Pizza) und vieles mehr.

Ich verzichte mittlerweile schon relativ lange auf Kuhmilchprodukte. Nachdem ich herausgefunden hatte, dass ich das Milcheiweiß (Casein) nicht vertrage, habe ich ein ganzes Jahr komplett auf Kuhmilchprodukte verzichtet. Mir ging es sehr schnell besser. Ich war weniger aufgebläht und hatte wieder normalen Stuhlgang. Yaaay! Und ich fand es wirklich nicht so schwer darauf zu verzichten.

Aber nicht nur bei einer Unverträglichkeit macht es Sinn auf Kuhmilchprodukte zu verzichten, sondern auch dann, wenn man allgemein unter Darmproblemen leidet. Kuhmilchprodukte wirken entzündungsfördernd und können so vorhandene Entzündungen im Darmbereich befeuern oder auch verursachen.

Was habe ich bemerkt, nachdem ich auf Kuhmilchprodukte verzichtet habe?

  • Meine Verdauung hat sich verbessert
  • Ich bin weniger aufgebläht, habe weniger Krämpfe und habe keinen Durchfall mehr
  • Meine Haut war schon immer gut, aber ich habe teilweise mit trockenen Stellen zu kämpfen. Diese Stellen sind komplett weg!
  • Milchprodukte enthalten zwar gute Nährstoffe aber man diese auch ganz einfach ersetzen.
  • Am Anfang hatte ich Angst sehr eingeschränkt zu sein, aber es gibt tolle Alternativen. Heute sogar noch mehr als damals.

Und hier sind meine 10 Tipps für Dich!

  1. Suche Dir leckere Alternativen – Wenn Du Milchprodukte von Deinem Speiseplan streichst, dann versuche dich nicht darauf zu fokussieren was Du nicht mehr essen kannst, sondern lieber auf die neuen Lebensmittel die Du nun essen wirst. Normalerweise reagieren wir immer mit Panik, wenn wir auf eine bestimmte Lebensmittelgruppe verzichten müssen, die wir regelmäßig gegessen haben. Auch deswegen ist es wichtig, dass Du auf die Qualität der neu eingeführten Produkte achtest, sie sollten nicht nur lecker, sondern auch tolle Nährstoffe enthalten, so dass Du Dich gut fühlst. In der Grafik kannst Du Dir einige Alternativen heraussuchen:
  1. Plane Deine Mahlzeiten – Der Verzicht von Kuhmilchprodukten kann das snacken etwas schwieriger gestalten. Das kann für Stress sorgen und die ganze Situation noch schwieriger machen. Damit Du nicht doch wieder zu Milchprodukten greifst, solltest Du Deine Woche vorplanen. Wann möchtest Du was essen, wann solltest Du Dir etwas zum Essen vorbereiten und mitnehmen usw. Meinen Essensplanung hat mir damals alles erleichtert. Ich habe mir Freitags meinen Terminkalender angesehen und Gedanken gemacht was ich wann essen möchte. Samstags war ich einkaufen und Sonntags habe ich vorgekocht. Am Anfang war das zwar erstmal eine Umgewöhnung aber ich spare damit immer noch so viel Zeit.
  1. Studiere die Speisekarte bevor Du ins Restaurant gehst – Ich habe mir angewöhnt die Speisekarte vorher anzuschauen und zur Not auch im Restaurant angerufen um herauszufinden ob es Gerichte ohne Milchprodukte gibt. Beim ersten Mal hat sich das noch komisch angefühlt, aber ich bin definitiv viel entspannter essen gegangen 😉
    Und auch im Restaurant habe ich gefragt bzw. Bescheid gegeben, dass ich Milchprodukte nicht vertrage, und auch das kennt das Servicepersonal, also keine Angst. Immerhin geht es um Dein Wohlbefinden!
  1. Führe eine Liste mit Deinen Lieblingsrezepten – Diese Liste hat mir einige Male aus der Patsche geholfen, sei es, wenn ich nicht wusste was ich kochen sollte oder auch wenn ich bei Freunden oder meiner Familie zum Essen eingeladen war. So konnte ich ganz einfach mein Essen entweder selber mitbringen oder einfach das Rezept weitergeben.
  1. Führe eine Liste mit Deinen Lieblingsrestaurants – Ähnlich wie bei Punkt 4 ist es ebenfalls hilfreich eine Liste von Restaurants zu führen, bei denen Du auf jeden Fall etwas ohne Milchprodukte zu essen findest.
  1. Mache das Dessert selber – Ein Dessert ohne Milchprodukte zu finden ist weitaus das Schwierigste, wenn man unterwegs essen möchte. Wen. Du bei Freunden oder Deiner Familie eingeladen bist, dann biete an das Dessert zu übernehmen. Glaub mir sie werden sich freuen. Eine tolle Möglichkeit ist z.B. ein Cashew Käsekuchen oder eine Schokomousse mit Avocado.
  1. Lese die Zutatenliste – Milch und Butter werden sehr häufig in Rezepten verwendet. Vor allem aber auch in Lebensmitteln in denen Du es nicht erwartest. Deswegen solltest Du unbedingt die Zutatenliste lesen und verstehen lernen. Nach einer kurzen Zeit wirst Du wissen welche Produkte Du mit gutem Gewissen essen kannst.
  1. Hab immer einen Snack dabei – Für den Notfall solltest Du immer einen Snack dabei haben. Ich habe immer einen gesunden Riegel dabei, denn es kann immer passieren, dass man länger unterwegs ist als man geplant hat. Müsliriegel, Energy Balls oder auch ein paar Nüsse sind super Snacks.
  1. Bringe Deine eigene Milch mit – Auch wenn es mittlerweile viele Milchalternativen gibt, kommt es immer noch oft vor, dass es z.B. nur Sojamilch als Alternative gibt. Wenn Du aber auch Sojamilch nicht trinken möchtest, dann macht es Sinn, dass Du Deine eigene Milch mitbringst. Ich mache das regelmäßig im Urlaub. Die meisten Hotels im Ausland haben nur Soja als Alternative und das ist gar nicht mein Fall. Auch für das Café unterwegs kannst Du Dir einen Kaffeebecher to go mit Deiner Milchalternative mitnehmen und fragen ob Sie die Milch nutzen könnten.
  1. Es sollte Dir niemals unangenehm sein – aus meiner Erfahrung ist es den Betroffenen oft unangenehmer mit der Unverträglichkeit umzugehen als der Familie, den Freunden oder auch dem Servicepersonal. Du bist damit nicht alleine auf der Welt und mittlerweile verzichten viele Menschen nicht nur aus gesundheitlichen Gründen auf Milchprodukte, sondern auch aus ethischen Gründen. Gib Dir etwas Zeit, beschäftige dich mit dem Thema und wachse langsam hinein in das Thema. Und vergiss nicht, es geht hier um Deine Gesundheit, es lohnt sich also dafür auch einzustehen.

Was auch immer Dein Grund ist warum Du auf Kuhmilchprodukte verzichten möchtest, ich hoffe meine Tipps helfen Dir dabei Deine Ernährung umzustellen.

Wenn Du weitere Tipps hast, dann schreib sie gerne in die Kommentare.

Alles Liebe
Hannah