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Der Darm sitzt im Zentrum unseres Körpers und ist die Schranke zwischen der Außenwelt und unserer Innenwelt. Er entscheidet was in unsere Blutbahn gelangen darf und was nicht und entscheidet damit auch welche Nährstoffe wir aufnehmen. Wenn man darüber etwas länger nachdenkt, dann wird einem bewusst, wie wichtig ein gesunder Darm für unsere Gesundheit ist. Unser Darm ist mit unserem kompletten Körper verbunden, dementsprechend gibt es auch viele Einflussfaktoren die alle wichtig sind. Ich stelle dir heute die wichtigsten Faktoren für Deine Darmgesundheit vor.

Der Darm hat auf sehr viele andere „Systeme“ in unserem Körper Einfluss, z.B. auf unsere Geschlechtshormone, auf die Schilddrüsenhormone, auf unsere Emotionen, auf unsere Haut, auf unsere Verdauung und auf unseren Schlaf. Er bestimmt quasi über unser Wohlbefinden.

Ernährung

Ernährung ist wohl der Teil den man sofort mit dem Darm in Verbindung bringt. Das was wir essen und wie wir es essen hat direkten Einfluss auf unsere Verdauung und unsere Gesundheit. Wir müssen über die Nahrung essentielle Nährstoffe zu uns nehmen, tun wir dies nicht, kommt es zu Mangelerscheinungen. Durch die Mangelerscheinungen kann der Körper irgendwann einige Körperfunktionen nicht mehr in Betrieb halten und schaltet sie ab. Ein häufiges Beispiel ist die weibliche Periode. Aber auch Stoffwechselprozesse und unsere Leistungsfähigkeit, sowohl mental als auch physisch, leiden unter Nährstoffmängeln.

Wenn wir uns eine lange Zeit ungesund ernähren, kann dies zu Lebensmittel-Unverträglichkeiten führen. Zucker, Alkohol, Fast Food und Fertigprodukte führen dazu, dass die „schlechten“ Bakterien im Darm die überhand gewinnen und die „guten“ Bakterien vertreiben. Die schlechten Bakterien greifen unsere Darmwand an, fördern Entzündungen und zu weiteren Krankheiten wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auch die Art und Weise wie wir unser Essen zu uns nehmen, ob unter Stress, in Ruhe, wie oft du kaust und ob du Dir insgesamt genügend Zeit für Deine Mahlzeiten nimmst hat einen großen Einfluss auf Deine Verdauung. Im Idealfall nimmst Du dir 30 Minuten und genießt Dein Essen. Jeder Bissen sollte 15-20 Mal gekaut werden und das Handy und der Laptop sollten dabei nicht in Reichweite sein. Wenn das regelmäßig nicht der Fall ist, erschwerst Du Deinem Verdauungstrakt die Nahrungsaufnahme und Zersetzung. Folglich kann es passieren, dass die Nahrung im Magen gehrt (Blähungen) oder direkt wieder hinaus transportiert wird (Durchfall).

Hier sind meine Tipps:

  • Eine gesunde und ausgewogene Ernährung
  • Natürliche Lebensmittel
  • Viel Gemüse
  • Frisches Obst
  • Mageres Fleisch
  • Regelmäßig Fisch

Vermeiden solltest Du:

  • Rotes Fleisch
  • Zucker
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Fast Food
  • Fertigprodukte

Essverhalten:

  • 15-20 Mal kauen
  • 30 Minuten Zeit für Deine Mahlzeit
  • In Ruhe essen ohne Ablenkung
  • Aufrecht sitzen

Lebensstil

Auch Dein Lebensstil hat einen sehr großen Einfluss auf Deinen Darm. Denn nicht nur das was Du isst beeinflusst Dein Innenleben, sondern auch Dein Umfeld.

Stress z.B. hat einen enormen Einfluss auf unsere Gesundheit. Ein Burnout ist nichts anderes als eine Nebennierenschwäche die mit einem Nährstoffmangel einhergeht. Sobald Stress ein dauerhafter Zustand ist, ist unser Körper in einem Ausnahmezustand und kann die normalen Körperfunktionen nicht mehr ausführen. Dazu gehört auch die Verdauung. Die Folge ist wieder ein Nährstoffmangel, Verdauungsprobleme und ein Erschöpfungszustand. Wie genau sich Stress auf die Verdauung auswirkt, kannst Du hier nachlesen.

Meine Tipps:

  • Finde Deine Stressoren heraus, was löst bei Dir Stress aus?
  • Versuche Situationen, die Stress auslösen so oft es geht zu meiden
  • Plane Dir tägliche Entspannungsphasen ein
  • Yoga, Meditation, ein Spaziergang oder auch Atemübungen können bei akutem Stress helfen

Wir nehmen allerdings auch über die Haut und über den Atem Bakterien, Giftstoffe und andere Bestandteile auf. Das heißt auch Abgase, Rauch, Waschmittel und Kosmetika können unsere Darmgesundheit beeinflussen. Und manchmal macht die Menge das Gift. Eine schlechte Verdauung und eine schlechte Haut können z.B. ein Hinweis darauf sein, dass man das Waschmittel, die Putzmittel oder auch die Kosmetika nicht vertragen werden und man lieber zu einem Naturprodukt wechseln sollte. Auch hier gilt, einfach ausprobieren.

Ein Grund warum es uns am Meer oftmals besser geht ist, dass wir über die Meeresluft mehr Mineralien aufnehmen. Diese Mineralien unterstützen unter anderen unser Nervensystem.

Schlaf

Schlaf ist in meinen Augen sehr unterschätzt. Wir wissen zwar, dass wir ausreichend schlafen sollte aber die wenigsten machen es. Daran schuld ist sicherlich unser Alltag, der eigentlich mehr Stunden bräuchte als der Tag lang ist. Durch den Druck alles schaffen zu müssen und nichts verpassen zu wollen, liegt die Priorität bei den meisten nicht auf dem Schlaf. Wir brauchen ca. zwischen 7-8 Stunden Schlaf, nach meiner Erfahrung schlafen die meisten aber nur 6-6,5 Stunden im Durchschnitt.

Wir regenerieren im Schlaf, das heißt unser Körper verarbeitet nachts das Erlebte vom Tag. Wenn wir zu wenig schlafen, dann können wir uns nicht richtig erholen und entwickeln Stress. Zu wenig Schlaf führt daher z.B. sehr oft zu Heißhunger oder bei Sportkern zu Verletzungen.

Meine Empfehlung:

  1. Finde heraus wie Dein natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus ist. Bist du eher ein Frühaufsteher und morgens fit und leistungsfähig (Lerche) oder bist du eher ein Abend- und Nachtmensch, schläfst gerne aus und bist abends leistungsfähig?
  2. Passe Deinen Tagesablauf, wenn es geht, auf Deinen Tag-Nacht-Rhythmus an.
  3. Starte mit 7 Stunden Schlaf und beobachte wie es Dir damit geht. Jeder braucht unterschiedlich viel Schlaf, daher solltest Du für Dich selber herausfinden wieviel Stunden Schlaf du benötigst um morgens ausgeruht zu sein.

Bewegung

Bewegung hat ebenfalls einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Durch die Bewegung trainieren wir z.B. unser Herz-Kreislauf-System und halten unseren Körper fit. Regelmäßige Bewegung baut Stress ab und verhindert Übergewicht. Bewegung regt aber auch unsere Verdauung an, das heißt unser Stoffwechsel erhöht sich und auch die Peristaltik im Darm wird angeregt. Und dafür musst Du keinen Extremsport betreiben. Es reicht auch schon, wenn Du jeden Tagt 30 Minuten spazieren gehst. Der typische Verdauungsspaziergang tut unserem Darm gut, denn wir unterstützen dadurch die Verdauungsvorgänge. Eine anstrengende Sporteinheit direkt nach einer Mahlzeit wäre übrigens eher kontraproduktiv, da während des Sports die Verdauungsprozesse gestoppt werden um die Energie für den Sport bereit zu stellen.

Meine Empfehlung:

  • 3 Sporteinheiten in der Woche
  • Täglicher Spaziergang für 30 Minuten (Parke das Auto weiter weg, Laufen statt das Auto nehmen, Nimm einen Umweg zu Deinem Ziel, Abendspaziergang, eine extra Runde mit dem Kinderwagen etc.)
  • Yoga, Mobility und Pilates können Dich gleichzeitig entspannen

Mindset

Für alle Punkte die ich dir nun oben genannt habe, brauchst du das passende Mindset um sie umsetzen zu können. Du musst Dich im Kopf für Deine Gesundheit entscheiden und die Prioritäten neu setzen, dann klappt es auch Stück für Stück mit der Umsetzung. Gesundheit beginnt ganz oft im Kopf, unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen unser Verhalten. Unser Darm ist über den Vagus-Nerv mit dem Gehirn verbunden. Unsere Emotionen können uns also auf den Bauch schlagen aber auch anders herum geht es, eine schlechte Verdauung führt zu negativen Emotionen.

Ich persönlich möchte möglichst lange gesund leben. Um das zu schaffen, muss ich jetzt die Grundlagen dafür legen in dem ich zu 80% einen gesunden Lebensstil ausübe.

Meine Empfehlung:

  • Was ist Dein Ziel in Bezug auf Dein Wohlbefinden?
  • Ändere nicht alles auf einmal, sondern mach es step by step.
  • Fange mit der einfachsten Veränderung an und ziehe sie durch.
  • Arbeite an Deinen Gedanken, es gibt immer gute und schlechte Phasen im Leben. Mach Dir das vorher klar, dann zeiht Dich eine schlechte Phase nicht so sehr herunter.