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Ausgangspunkt für diesen Post waren so einige Fragen zu meiner Haut und meinen Haaren auf Instagram. Ich wurde in letzter Zeit öfters gefragt, welche Produkte ich nutze und ob ich Kollagen supplementiere und was ich davon halte. Ich habe für dich recherchiert und folgendes heraus gefunden:

Was genau ist Kollagen?

Kollagen ist ein Strukturprotein, dass in natürlicher Form im menschlichen Körper vorkommt. Es macht sogar 25-30% der Proteine in unserem Körper aus. Es ist am Aufbau des Bindegewebes (Haut, Blutgefäße, Bänder, Sehnen und Knorpel) beteiligt und ebenfalls am Aufbau von Knochen und Zähnen. Leider verringert sich die körpereigene Kollagenproduktion mit dem Alter.
Kollagen ist ein tierisches Protein, es kommt, wie schon erwähnt im Menschen vor, aber auch in vielzelligen Tieren. Wenn dir also jemand von pflanzlichem Kollagen erzählt, dann denk dran: Das gibt es nicht. Es ist zwar möglich Kollagen aus Hülsenfrüchten zu extrahieren, allerdings handelt es sich hier dann nicht um das wichtige Strukturprotein und hat somit auch keine Auswirkungen auf dein Bindegewebe.
Kollagen-Peptide werden aus dem Bindegewebe, der Haut und den Knochen vom Rind, Schwein oder Huhn gewonnen, aber auch aus der Haut, den Gräten und Flossen von Fischen. Die Qualität des Kollagens hängt somit auch von der Tierart, dem Alter und des vorherrschenden Kollagentypen im Tier ab.

Kollagen – Das natürliche Korsett der Haut

Das Wort Strukturprotein beschreibt es eigentlich schon ziemlich gut. Kollagen besteht aus extrem festen seilähnlichen Strukturen, die sogar fester als die Muskelfasern sind. Diese Fasern geben unserer Haut ihre Spannkraft.
Im alter von 25-30 nimmt die Eigenproduktion von Kollagen ab, das bestehende Kollagen zerfällt schneller als neues produziert werden kann. Folgen sind kleine Fältchen und Falten.
Das hat sich die Kosmetikindustrie natürlich zum Nutzen gemacht und versucht verschiedene Kollagen-Produkte an die Frau zu bringen. Leider bewirkt eine äußerliche Anwendung nichts, denn das komplex aufgebaute Strukturprotein schafft es nicht über die Haut in den Blutkreislauf hin zu der Stelle wo es gebraucht wird. Kosmetika dringen auch nur in die äußerste Hautschicht ein, also schlichtweg nicht tief genug.
Der Prozess der Hautalterung wird durch Faktoren wie Rauchen, Stress, Schlafmangel und Umwelteinflüsse / Schadstoffe ebenfalls beschleunigt.

Was bedeutet das jetzt für dich?
Ein Lifeytyle mit gesunder Ernährung, genügend Schlaf und mit nur wenig schlechten Natureinflüssen unterstützt ein straffes Hautbild.

Kollagen über die Nahrung aufnehmen

Das Strukturprotein ist ein tierisches Produkt, wer sich also vegetarisch oder vegan ernährt, hat somit keine Möglichkeit es über die Nahrung zusätzlich aufzunehmen. In diesem Fall empfehle ich auf die Aufnahme von verschiedenen Aminosäuren bzw. Proteinen zu achten.
Du kannst die Kollagenproduktion mit folgenden Lebensmitteln unterstützen:

  • Knochenbrühe
  • Fleisch (am Knochen gegart)
  • Gelatine (besteht zu 90% aus Kollagen)
  • Vitamin C ist ebenfalls notwendig damit dein Körper Kollagen herstellen kann (Obst wie Zitronen, Kiwi, Erdbeeren, Sanddorn, Hagebutte, Orangen)

Wer diese Lebensmittel nicht mag, hat die Möglichkeit ein Kollagen Supplement einzunehmen. Das Pulver ist geschmacksneutral und du kannst es im Kaffee, Smoothie, Saft oder auch Porridge zu dir nehmen.
Ich teste aktuell das Kollagen von Nu3 und bin gespannt ob ich eine Veränderung bemerke.

Was sagt die aktuelle Studienlage?

Am Donnerstag habe ich bereits in meinem Insta Post geschrieben, dass die Studienlage nicht ganz klar ist, bzw. weitere Studien nötig sind um eine klare Aussage zu treffen.
Es sind einige Studien vorhanden, die zeigen, dass Kollagen einen positiven Effekt auf das Hautbild haben kann.

Wenn man sich die Theorie anschaut, macht es eigentlich Sinn etwas zu sich zu nehmen, was der Körper nicht in voller Menge selber herstellt. Aber damit das zugeführte Kollagen da ankommt wo es gebraucht wird, in der Haut, muss es in seine Einzelteile zerlegt werden, also den Darm durchqueren, und dann in die Blutbahn befördert werden. Und von dort aus muss es dann in die Haut gelangen. Bisher konnte genau das noch nicht nachgewiesen werden. Kollagen konnte bisher nur im menschlichen Blut nach oraler Einnahme nachgewiesen werden. Ob im Anschluss das Kollagen auch in der Haut landet wurde bisher noch nicht untersucht bzw. konnte noch nicht nachgewiesen werden.

Etwas mehr Nachweise gibt es für die Aussage, dass Kollagen Gelenkschmerzen lindern kann. Studien an Mäusen zeigen dass eine Einnahme von Kollagen die körpereigene Kollagenproduktion in Gelenkknorpeln anregen kann. 2008 wurde untersucht, ob eine Menge von 10 g Kollagen täglich über 24 Wochen einen Einfluss auf die Schmerzreduktion in den Gelenken von Athleten hat. Das Ergebnis war positiv, allerdings war die Studie so klein, dass weitere Studien durchgeführt werden sollten um diese zu untermauern.

Du siehst, die Studienlage ist sehr unklar. Kollagen ist für den Körper auf jeden Fall nicht schädlich, daher ist die Einnähme unbedenklich. Ich bin ein großer Fan davon, mich selbst von der Wirkung von Supplementen und Lebensmitteln zu überzeugen. außerdem ist jeder Mensch anders, daher ist es gut möglich, dass einige eine positive Wirkung bemerken und andere nicht.

Interessanter Fakt

Ein interessanter Fakt der mir bei der Recherche aufgefallen ist und den ich dir nicht vorenthalten möchte ist, dass Kollagen zu 21% aus der Aminosäure Glycin besteht. Glycin ist also essentiell wichtig für die Produktion von Kollagen.
Glycin ist eine nicht essentielle Aminosäure, was aufgrund ihrer vielen positiven Effekte auf unseren Körper kaum zu glauben ist. Glycin hat sowohl eine schützende als auch eine beruhigende Wirkung und ist damit für Menschen die unter täglichem Stress leiden besonders wichtig. Leider aber weisen viele einen Mangel auf, und das wiederum bedeutet, dass auch die Produktion von Kollagen eingeschränkt ist. Täglich sollten wir ca. 10 g Glycin zu uns nehmen, allerdings steckt das vor allem in Knochen, Sehne und Bändern von Tieren, und die gehören nur selten zu unserem Speiseplan. Im Kollagenpulver befinden sich ca. 2 g Glycin pro 10 g Kollagen (Je nach Produkt kann es zu Abweichungen kommen). das ist doch schonmal ein Anfang und für mich ein weiterer Grund das Kollagenpulver zu testen.